- Innenvoliere
- Beleuchtung
- Außenvoliere
Eine Haltung nur in Innenräumen ist nicht zu empfehlen, da den Aras dadurch wichtige äußere Eindrücke und Reize verloren gehen, wie zum Beispiel Wind, Wolken, Regen verschiedene Farben die auch nur durch Sonneneinstrahlung exakt für sie wiedergegeben werden. Es ist natürlich ein Unterschied ob Ihre Pfleglinge nur vier Wände um sich haben, quasie ein "Stillleben", oder draußen im Freien sitzten um ihr Umfeld und andere Tiere beobachten zu können.
Ideal ist eine Volierenanlage mit einer Innen- und Außenvoliere, wobei hier die Aras selbst entscheiden können ob sie lieber drin oder draußen sitzen möchten.
Die Innenvoliere
selbst sollte verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten enthalten. Besonders in den Wintermonaten, in denen die Vögel nicht nach draußen können, muß für ausreichend Abwechslung gesorgt sein. Frische Äste zum Knabbern nehmen die Gelbbrustaras immer wieder gern und sollten in keiner Voliere fehlen, aber auch neue Spielsachen wecken immer wieder die Neugier. Diese erhalten Sie in verschiedenen Online-Shops für Papageienbedarf. Aber manchmal ist schon eine einfache Küchenrolle für ein paar Cent ausreichend um die Aras für die nächsten 3 bis 4 Tage zu beschäften.
Wenn man ein wenig künstlerisches Geschick und etwas Fantasie hat, spricht auch nichts dagegen die Wände der Innenvoliere malerisch zu verschönern. Benutzen Sie dafür verschiedene Farben für gewisse Blumen, um auch auf der Wand für Abwechslung und einen gewissen Reiz für das Auge zu sorgen. Die Gelbbrustaras werden es ihnen auf jeden Fall danken, auch wenn ihre gemalte Strilizie nicht wie eine aussieht.
Um noch etwas natürliches Grün in die Voliere zu bringen, haben wir mehrere Pflanzen im Schutzhaus aufgestellt, die für die Aras unerreichbar bleiben. Dennoch sollte Sie immer ungiftige Pflanzen nehmen, da man das Geschick der GB - Aras niemals unterschätzen sollte. Wir haben dafür Pflanzen wie Hibiskus oder die Grünlilie gewählt.
Maße:
Innenvoliere ohne Freiflug-/ Außenvoliere; 6m x 6m x 3m oder größer
Innenvoliere mit Freiflug-/ Außenvoliere; 2m x 3m x 3m oder größer (L x B x H)
Jeder von uns liebt das natürliche Tageslicht, die Sonne und möchte nicht den ganzen Tag über in einem dunklen Raum sitzen, selbst wenn dieser mit Kunstlicht ausgeleuchtet ist. Den Gelbbrustaras geht es da nicht anders, gerade weil sie als Tropenvögel einen Zwölf-Stunden-Tag mit ausreichend Sonne gewohnt sind.
Beim Bau einer Voliere sollte man stets darauf achten,
daß soviel Tageslicht wie möglich durch Fenster oder auch teilweise einem Glasdach einfallen kann. Um so weniger aufwendig muß später für eine künstliche Beleuchtung gesorgt werden.
Da es natürlich nicht ganz ohne Kunstlicht geht und in den Wintermonaten das Tageslicht unzureichend ist, ob nun von der Dauer oder der Intensität, wollen wir uns mit der Wahl des richtigen Kunstlichtes etwas genauer beschäftigen.
Im allgemeinen müssen wir versuchen, die natürliche Umgebung der Gelbbrustaras und deren Lichtverhältnisse bestmöglichst zu imitieren. Empfehlenswert sind die Fluoreszenzröhren vom Typ TRUE-LITE II, BÄ-RO True Day oder Osram Biolux welche eine Farbtemeratur von 5500 K haben. Das abgegebene Licht umfasst eine Wellenlänge von 290 bis 750 nm, somit erreicht es 96% des natülichen Tageslichtes.
Es geht jedoch noch besser. Die Leuchtstoffröhre "Arcadia Bird Lamp" enthält UV-strahlendes Phosphor, welches für 12% UVA- und 2,4% UVB- Licht verantwortlicht ist. Die anderen Eigenschaften entsprechen denen der Vollspektrum-Röhren.
Wichtig ist ein
Vorschaltgerät gegen das Flimmern einzusetzen. Für das menschliche Auge ist dies nicht zu erkennen, aber durch die hohe Bildaufnahme pro Sekunde der Vögel, erkennen diese ein Flimmern was für unsere Aras störend ist.
Warum eigentlich UV- Licht?
UV- Licht spielt bei der Nahrungssuche, der Geschlechtererkennung, der Orientierung und der Kontrastverstärkung eine Rolle. Es ist also ein wichtiger Bestandteil, damit der Vogel seine Umgebung richtig sehen kann. Zudem verbessert es die Lebensqualität ihres Gelbbrustaras.
In einem dicht besiedelten Wohngebiet ist es natürlich nicht möglich eine große Außenvoliere zu bauen. Denn gerade in den Morgen- und Abendstunden können die Lautäußerungen eines Gelbbrustaras sehr intensiv sein, was früher oder später zu Problemen mit den Nachbarn führt. Nicht selten kommt es vor, daß neu erworbene Aras schon nach kurzer Zeit wieder abgegeben werden müssen.
Beim Bau einer Außenvoliere ist es natürlich am besten, wenn diese die geforderten Mindestmaße überschreitet. (je größer, um so besser)
Es empfiehlt sich den Boden in einem natürlichen Zustand, mit Gras bewachsen, zu belassen.
Ausgestattet mit Wurzelstöcken, frischen Zweigen, Seilen, Schaukeln usw. wird es Ihren Vögeln garantiert gefallen. Bei ausreichender Größe, kann die AV auch bepflanzt werden
(z.B. Bambus, Gräser, Röhricht). Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Pflanzen (bei uns sind es eine Birke und Bambus) die in der AV wachsen, von den Gelbbrustaras in Ruhe gelassen werden. Kommt es dennoch zum "Befall" der Pflanzen durch die Aras, werden diese bestimmt wieder neu austreiben.
Die Voliere darf aber nicht zu überladen wirken, denn eine gewisse Bewegungsfreiheit und Platz zum Fliegen muß dennoch vorhanden sein.
Der Durchflug zur Außenvoliere sollte im oberen Bereich liegen.
Wir haben dazu ein Fenster mit Metallrahmen zum schieben installiert, welches in den Sommermonaten aufgelassen wird. Dadurch wird auch der Innenraum gut durchgelüftet. Lassen Sie keine Äste von der AV direkt zur Öffnung gehen, nur so erreichen Sie das z.B. Mäuse dem Innenraum fern bleiben. Weiterhin ist zu bedenken, daß sie in der Lage sind an Wänden mit rauer Struktur nach oben zu klettern. Eine glatte Oberfläche im Bereich des Einfluges / Öffnung dagegen, hält die ungebetenen Gäste fern. Eine Verkleidung mit Blech ist daher empfehlenswert.
Für das Aussehen bzw. die Form der AV gibt es keine Vorschriften. Es bleibt Ihnen
überlassen ob sie diese sechseckig oder länglich bauen. Wobei die letztere Variante den Vögeln die längste Flugbahn bietet und daher wohl auch am meisten zum Einsatz kommt.
Im Idealfall nehmen sie Aluminium- oder Stahlelemente die von verschieden Firmen angeboten werden. Ein selbstgebautes Gerüst tut es natürlich ebenso. Das Anbringen der Volierenelemte auf einem Betonsockel, verleiht der Außenvoliere die nötige Stabilität. Volierendraht wird von verschiedenen Herstellern angeboten, wobei Sie hier auf die Gitterstärke (mind. 2,05mm bei einem Format 19mm x 19mm) achten sollten.
Maße:
5m x 3m x 3m oder größer (L x B x H)
